Mittwoch, 6. November 2013

Kritik der NYT an der Steuerkontrolle reicher Personen in Griechenland


Die New York Times kritisiert das „Fehlen eines sichtbaren Vorgehens“ in Griechenland zur Bekämpfung der enormen Steuerhinterziehung unter Bezugnahme auf die Enthüllung der Weiterleitung der Liste Lagarde und anderen wichtigen Fällen von der SDOE an die DOY, ein Zug, welcher praktisch zur Einstellung weiterer Untersuchungen in diesen Steuerangelegenheiten führt.


In einem Artikel mit dem Titel „Die aggressive Bekämpfung der Steuerhinterziehung scheint mehr Wut als Gelder einzubringen“, kommentiert die New Times, dass die Massnahmen zur Eintreibung der Steuern - speziell die Besteuerung der Reichen - keinen Erfolg zeigen. 

Es wird auf den kürzlich enthüllenden Artikel der Eleftherotipia Bezug genommen und die Information eines Spitzenfunktionärs des Finanzministeriums in der „E“, dass „in jedem Fall ein roter Strich unter Fälle der Steuerhinterziehung aus der Vergangenheit gezogen werden muss, und wir müssen uns mit den neuen Fällen befassen. All diese Listen haben während der ganzen Zeit keine Resultate gebracht und werden auch keine bringen“. 


In dieser Veröffentlichung wird ausführlich auf die Entwicklung bezüglich der Liste Lagarde eingegangen und betont, dass gegen keine Person auf der strittigen Liste Anklage erhoben wurde, obwohl laut Amtsträgern 150 Kontrollen im Gang sind. 


Die amerikanische Zeit kommentiert, dass wenn Griechenland Ordnung in ihre Finanzen bringen und eine harte Austerität im Haushaltsplan vermeiden will, es bessere Arbeit bei der Einnahme der Steuergelder erbringen muss. 


Es wird angemerkt, dass Volkswirtschafter während Jahren betonen, dass die weit verbreitete Steuerhinterziehung eines der ernstesten Probleme Griechenlands darstellt und so der Regierung die unmittelbar notwendigen Mittel entzieht. 

Innerhalb von zwei Jahren sind 22 neue Steuergesetze verabschiedet worden, ohne jedoch entsprechende Resultate, wird von der New York Times kommentiert. Sie vergisst sogar die Ankündigungen der griechischen Regierung zu Beginn der Krise nicht, entschlossen die Steuerhinterziehung zu bekämpfen. 


Die New York Times berichtet auch über den Vorfall vom letzten August in Archanes, Kreta, als Gäste der Taverne sich dort zur Kontrolle eingefundene Amtsträger der SDOE in die Flucht trieben und so die Wut wiedergebend, die bei den Bürgern durch die Intensivierung der Kontrollen bezüglich Steuerhinterziehung in kleinen Unternehmen hervorgerufen wird. „Was haben die Amtsträger der SDOE hier gemacht? Warum jagen sie nicht die grossen Fische?“ fragt ein griechischer Eigentümer eines Restaurants in Kreta, auf den sich die New York Times beruft.



Quelle: enet.gr

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