Sonntag, 31. März 2013

Mietzinse in 69 Regionen in Griechenland



Eine panhellenische Untersuchung der Liegenschaftenvermittlung REMAX


Die Mietzinse sind innerhalb eines Jahres um durchschnittlich 15% gesunken. Um Mieter für ihre Liegenschaften zu finden, sahen sich die Eigentümer gezwungen, die Mietzinsen zu senken, währenddessen die Schätzungen von 250‘000 leerstehenden Wohnungen ausgehen. 


Untersucht wurden die Mietzinse für das erste Quartal 2013 im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahre 2012. Diese Untersuchung ergab eine Senkung von 14-15% in ganz Griechenland. Aufgrund anderer Schätzungen sind in vielen Regionen die Mietzinse seit dem Jahr 2006 um 50% gesunken. 


Im Speziellen:

  • Thessaloniki: Durchschnittliche Mietzinssenkungen 16-22%
  • Attiki: Durchschnittliche Mietzinssenkungen um 12-13%
  • Regional: Durchschnittliche Mietzinssenkungen um 14-17%

Die Mietzinspreise pro Quadratmeter für Liegenschaften, welche zur Vermietung stehen, setzen sich wie folgt zusammen:

  • In Attiki belaufen sich die Quadratmeterpreise knapp unter 5€ bis leicht oberhalb von 7€, mit einer Untergrenze von 3€ in Kaminia, Neapoli und Eksarxia und eine Obergrenze von 11€ in Ekali und Palaio Psixiko.
  • Im Gegenzug bewegen sich diese in Thessaloniki von 3,5€ bis 5€, mit den untersten Grenzen in der Gegend der Dytikes Synikies bei ca. 2€ und den höchsten in der Gegend von Palia Paralia, welche bis zu 10€ hoch sind.
  • In den regionalen Städten bewegen sich die Durchschnittspreise von 3€ bis 4,5€/m2. Die tiefsten Preise wurden in Lamia mit 2€ und die höchsten in Kalamata mit 7€/m2 festgestellt. 
 
Quelle: Remax

Samstag, 30. März 2013

Erneute Fristverlängerung betr. Nachweis steuerlicher Wohnsitz



Einmal mehr wurde die Frist zur Einreichung des Nachweises des steuerlichen Wohnsitzes von Finanzminister, Hr. Georgios Mavraganis, neu auf den 28.Juni 2013 verlängert (betr. Finanzjahr 2012 für das Jahr 2011). 


Ohnehin sieht der Gesetzesentwurf des Finanzministeriums „Investment-Tools zur Wirtschaftsförderung, Bereitstellung von Krediten und andere Bestimmungen“ vor, welche Dokumente erforderlich sind von Personen, die ihren steuerlichen Wohnsitz im Ausland begründen und nur für ihr in Griechenland regeneriertes Einkommen steuerpflichtig sind. Dem Gesetzesentwurf wurde bereits zugestimmt. 


Nach der Veröffentlichung des erwähnten Gesetzes folgt der Beschluss des Finanzministeriums mit den detaillierten Angaben dieses – nunmehr - vereinfachten Prozesses. Es ist u.a. vorgesehen, dass der entsprechende Nachweis auf elektronischem Wege eingereicht werden kann. 


 

Donnerstag, 28. März 2013

A.F.M. – Wer braucht eine Steuernummer in Griechenland



In Griechenland muss jede natürliche und juristische Person sowie Personengemeinschaft im Besitze einer Steuernummer (sog. Arithmo Forologiko Mitro/A.F.M.) sein. 


Die Steuernummer ist eine spezielle Identifikations-Nummer, welche bis zum Ableben einer Person oder Aufgabe der Geschäftstätigkeit ihre Gültigkeit hat. Die Identität einer Person wird durch diese Steuernummer bedingt, dies allein schon aus der Tatsache, dass sie im Verkehr mit den Behörden und Ämtern unabdingbar ist. Aber auch im privaten Verkehr bei der Abwicklung verschiedenster Rechtsgeschäfte muss die Steuernummer vorgewiesen werden, wie z.B. Kauf von Liegenschaften, Anmeldung Telefonanschluss, Bankverkehr etc. 


Die Einzigartigkeit dieser Steuernummer ist dadurch geprägt, dass sie in Verbindung mit zahlreichen persönlichen Daten des Steuerpflichtigen steht, wie ID-Nummer, Geburtsdatum/Gründungsdatum, Wohnadresse/Unternehmenssitz etc.


Wer muss einen Antrag auf die Steuernummer stellen?

  • In- und ausländische natürliche sowie juristische Personen;
  • Personengemeinschaften, welche von Gesetzes wegen zur Eröffnung einer Geschäftstätigkeit verpflichtet sind (gemäss N. 2859/2000), unabhängig der Anzahl Geschäftsbetriebe im In- und Ausland;
  • Steuerpflichtige, welche eine Steuererklärung einreichen müssen;
  • Alle, welche ein Fahrzeug oder LkW zu privaten Zwecken, Motorrad über 50 ccm, Motorboot usw. erwerben und alle, welchen ein Fahrzeugausweis und Führerausweis ausgestellt wird;
  • Verheiratete Frauen, die zusammen mit ihrem Ehepartner eine gemeinsame Steuererklärung einreichen und über keine Steuernummer verfügen;
  • Alle, welche eine Steuererklärung einreichen, infolge Erwerb unbeweglichen oder beweglichen Vermögens aus welchem Grund auch immer sowie dingliche Rechte hieraus;
  • Alle, welche vom Finanzamt eine Steuerbescheinigung oder Bestätigung verlangen im Zusammenhang mit Erklärungen bezüglich Vermögenswerte, Einkommen oder Steuerzahlungen, Gebühren und Abgaben;
  • Gesellschafter von Handels- und Kommanditgesellschaften, Gesellschafter und Geschäftsführer einer GmbH, Präsident und Mitglieder des Verwaltungsrates einer AG, als auch die Vorstandsmitglieder oder Geschäftsführer und gesetzlichen Vertreter einer juristischen Person und Personengemeinschaft, welche in Art. 101 und § 4, Art. 2, N. 2238/1994 erwähnt werden;
  • Gesetzliche Vertreter der Steuerpflichtigen, sei dies auf Anweisung einer zuständigen Behörde oder des Steuerpflichtigen selbst, wie Liquidator, Vertreter hängiger Erbschaften, Steuervertreter (Buchhalter/Steuerberater), Stellvertreter/ Bevollmächtigter (antiklitos);
  • Verschiedene staatliche Betriebe;
  • Ausländische natürliche und juristische Personen und Personengemeinschaften, welche ihren Wohnsitz oder Geschäftssitz in einem Staat begründen, mit welchem Griechenland ein Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen hat und eine Steuerrückforderung beantragen, aus welchem Grund auch immer;
  • Ausländische natürliche und juristische Personen, welche an inländischen juristischen Personen oder Personengemeinschaften beteiligt sind, mit Ausnahme der Personen mit Beteiligung an einer AG;
  • In Gründung befindliche Unternehmen oder juristische Personen sowie die als Gründerin ernannte Person;
  • Alle, welche nach dem Gesetz über Bücher und Aufzeichnungen (KBS) zur Ausgabe genehmigter Steuerdaten verpflichtet sind und deren Genehmigung beantragen.

Wie und wo erhalte ich eine Steuernummer?


Der Antrag zur Ausstellung einer Steuernummer wird beim zuständigen Finanzamt (DOY) gestellt, unter Vorlage folgender Dokumente:


Natürliche Personen

  • Antrag
  • Persönliche Daten des Antragstellers: Vor- und Nachname, Vor- und Nachname des Vaters, Geburtsname der Mutter, Geburtsdatum, Geburtsort (GR) oder Geburtsland (Ausland)
  • Angaben gemäss ID
  • Staatsangehörigkeit, Beruf und Familienstand
  • Vollständige Adresse

Der Antragsteller hat sich mit seiner griechischen ID (Tautotita), ausländische Staatsangehörige mit dem Pass sowie dem Geburtsschein, auszweisen.


Im Todesfall des Steuernummer-Inhabers, haben die Erben beim zuständigen Finanzamt unter Vorlage des Todesscheins die Löschung zu beantragen.


Gleichzeitig mit dem Antrag hat der Steuerpflichtige ebenfalls die Erklärung „Beziehungen des Steuerpflichtigen“ einzureichen, d.h. seine Beziehung zu den natürlichen Personen aufgrund seines Familienstandes oder seiner Vertretung. Dasselbe gilt bei Änderungen in diesem Zusammenhang. 


Juristische Personen und Personengemeinschaften 

  • „Antrag Unternehmensgründung/Änderung Geschäftstätigkeit nicht natürlicher Personen“
  • Auch hier ist wiederum das Formular der Beziehungen des Steuerpflichtigen einzureichen, in welcher die geschäftlichen Beziehungen erwähnt werden, welche sich aus der Geschäftstätigkeit mit anderen natürlichen oder juristischen Personen oder Personengemeinschaften ergeben

Es wird pro Person nur eine Steuernummer ausgestellt. Ein Zuwiderhandeln dieser Vorschrift (Nutzung und/oder Besitz weiterer Steuernummern) wird mit einer Geldstrafe von bis zu € 4‘400.00 geahndet (Artikel 4 des Gesetzes N. 2593/97, geändert gemäß den Bestimmungen § 3b des Artikels 21 des Gesetzes N. 2948/2001).

Dienstag, 26. März 2013

Gefälschte Zertifikate – Eigentümer sitzen in der Falle






Viele Eigentümer von ohne Baubewilligung errichteter Gebäude (authereta) werden zur Rechenschaft gezogen. Dabei handelt es sich um Eigentümer, welche das Gesuch zur Regulierung eingereicht haben, jedoch unter falschen Angaben, insbesondere des Errichtungsdatums. 

60‘000 eingereichte Gesuche zur Regulierung unbewilligt errichteter Gebäude werden z.Zt. durch das Ministerium für Umwelt, Energie und Klimawandel unter Strafandrohung untersucht. 

Nach Angaben von Ministeriumsbeamten werden sie bis zum nächsten Monat in der Lage sein, die unter falschen Angaben eingereichten Gesuche zu filtern. Somit können die wahrheitsgetreuen Gesuche weitervarbeitet und die Regulierung kann vollzogen werden. 

Die zuständigen Abteilungen sind nun im Besitze der aktuellen Orthophotokarten, aus welchen genau ersichtlich ist, welche Liegenschaften vor dem 21. Juli 2011 erbaut worden sind. Bei diesem Datum handelt es sich um den Zeitpunkt der Einreichung des Gesetzesentwurfes betr. Regulierung der ohne Baubewilligung errichteten Gebäude. 

Die 60‘000 Eigentümer hatten Gesuche zur Regulierung eingereicht, bei welchen das Errichtungsdatum jedoch nicht durch offizielle Dokumente belegt wurde. All diese Eigentümer machten Gebrauch von ihrem Recht, welches ihnen durch die frühere Leitung des Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimawandel gegeben wurde, auch private (d.h. nicht von offizieller Stelle ausgestellten) Dokumente bezüglich des Errichtungsjahres einreichen zu können. 

Das Bundesverwaltungsgericht erkannte diese Regelung im Nachgang als verfassungswidrig und verlangte den Rückzug der Änderungsanträge. Gleichzeitig wurde festgestellt, dass eine grosse Anzahl von Gesuchen mit Falschangaben versehen waren. In diesen wurde als Errichtungszeitpunkt ein Datum nach dem Stichtag vom 21. Juli 2011 angegeben, trotzdem wurden diese Gesuche in den normalen Abwicklungsprozess eingegliedert. Dadurch bezahlten die Eigentümer eine viel geringere Busse und zudem erhielten sie die Gewährleistung unter die Ausnahmeregelung bezüglich Abbruch der Liegenschaft zu fallen (d.h. der Abriss der Liegenschaft konnte abgewandt werden). Die Situation in Mykonos ist hierfür charakteristisch, wo die zuständigen Behörden des Umweltministeriums die Errichtung von über 40 ohne Baubewilligung errichteten luxeriösen Liegenschaften festgestellt hatten, für welche jedoch von den Eigentümern nur eine geringe Busse entrichtet werden musste mit dem gleichzeitigen Übertragungsrecht. Ebenfalls charakteristisch ist die Schwäche des staatlichen Mechanismus die entsprechenden Strafen durchzusetzen. Unmöglich schien auch der Abbruch dieser Liegenschaften, nachdem Inspektoren des Umweltministeriums keinen Bulldozer auf der Insel finden konnten, während sie auch nicht über die Mittel verfügten aus Athen eine Mannschaft für den Abbruch zu entsenden!

Gleichzeitig befinden sich Tausende von Eigentümern im Prozess der Regulierung ihrer Liegenschaften in Wäldern oder aufgeforsteten Gebieten, Küsten, archäologischen Gebieten oder anderen vom Gesetz geschützten Gebiete, in welchen von Gesetzes wegen keinerlei begünstigte Regulierung vorgesehen ist. Dies unter falschen Angaben und unter Ausnützung der Gegebenheit, dass die Gesuche in elektronischer Form eingereicht und somit nicht kontrolliert werden. Sobald diese Eigentümer in den Regulierungsprozess eintreten und die begünstigte Busse bezahlen, erhalten sie von Gesetzes wegen gleichzeitig das Recht zur Streichung der auferlegten Busse für die Errichtung und Instandhaltung bei den Steuerbehörden. Die Busse berechnet sich aufgrund des objektiven Wertes und dabei handelt es sich in jedem Fall um einige Tausend Euro. 

Das Umweltministerium ist nun im Besitze der Orthophotokarten, welche bis zum nächsten Winter in elektronischer Form auch für alle Bürger zur Verfügung stehen werden. Mit diesen Karten soll ein roter Strich unter die Missachtung der gesetzlichen Vorschriften gezogen werden. Die zuständigen Behörden sind nun in der Lage festzustellen, ob das Gebäude unter die Regulierung fällt oder dieses nach dem 21. Juli 2011 errichtet worden ist. 

All diejenigen, welche ihre Gesuche unter Falschangaben eingereicht haben, werden sofort von der Regelung erfasst unter Auferlegung schwerster Strafen bezüglich Errichtung und Instandhaltung unbewilligter Gebäude und des Abrisses der Liegenschaften. 

Quelle: Elem