Donnerstag, 27. Juni 2013

Fristverlängerung zur Einreichung der Steuererklärung natürlicher Personen



Stufenweise, gemäss A.F.M.-Nummer, wird die Frist zur Einreichung der Steuererklärung natürlicher Personen betr. Finanzjahr 2013 (2012) bis Ende August 2013 verlängert (die Frist für juristische Personen läuft am 8. Juli 2013 ab). 


Die Frist der elektronischen Einreichung der Steuererklärung wird gemäss der letzten Zahl der A.F.M.-Nummer wie folge verlängert: 


1,2                                         22. Juli 2013

3,4                                         29. Juli 2013

5,6                                         5. August 2013

7,8                                         12. August 2013

9                                             26. August 2013

0                                             30. August 2013


Es werden keine weitere Fristerstreckung gewährt (lt. Charis Theoxaris in Twitter).
 

Für juristische Personen (Steuerpflichtige gemäss Art. 2, §2 Einkommenssteuergesetz) läuft die Frist zur elektronischen Einreichung am 8. Juli 2013 ab. Diese Frist gilt auch für die physische Einreichung direkt bei der DOY, ausgenommen speziell vorgesehener Fälle gemäss Art. 64 Einkommenssteuergesetz. 


Quelle: in.gr

Dienstag, 25. Juni 2013

Der IWF zeigt Verständnis für die Steuerhinterziehung in Griechenland!



Der IWF erklärt in einer speziellen Studie, dass die Griechen - um zu überleben - aufgrund des herrschenden Steuersystems in die Steuerhinterziehung gedrängt werden. Im Bericht werden alle Prozesse, die im griechischen Steuersystem herrschen, aufgezählt und entlastet die Griechen von ihrer Wahl, wichtige Teile ihres Einkommens vom Fiskus zu verbergen und so der griechischen Staatskasse wichtige Einnahmequellen zu entziehen. Der Bericht des IWF - der schon seit längerem vollendet, aber erst kürzlich diskret veröffentlicht wurde – betrifft die Steuerverwaltung, die Steuererhebung und die Steuerhinterziehung und es werden im Wesentlichen die Details erklärt, warum die Bezahlung der Steuern in Griechenland unvernünftig ist!

Es ist unvernünftig in Greichenland Steuern zu bezahlen

Gemäss den Analysen im Bericht (erarbeitet von einer vierköpfigen Spezialistengruppe des IWF) sind die Gründe, warum es unvernünftig ist, in Griechenland Steuern zu bezahlen, folgende: 

1.       Die Nichtbezahlung ist ein Mittel, um als Unternehmen oder selbständig Erwerbender im Markt zu verbleiben, d.h. sein Geschäft nicht schliessen zu müssen.

Wie im Bericht erklärt wird, ist der in all seinen Verpflichtungen förmliche Steuerpflichtige derjenige, der die 23% MWST auf seine Produkte und Dienstleistungen belastet, seine Angestellten versichert und die gesamten Beiträge und Steuern in der Höhe von 43% ihres Bruttoverdienstes leistet sowie Gewinn- und Einkommenssteuern bezahlt, indem er sein gesamtes Einkommen deklariert. Weil er am Schluss jedoch mit einer unfairen Konkurrenz seitens anderer Unternehmer und Professioneller, die all das vorgenannte nicht bezahlen und Steuern hinterziehen, konfrontiert wird, wird er zur Schliessung gezwungen sein!   
 
Auf der anderen Seite befindet sich der Steuerhinterzieher, der die MWST von 23% nicht belastet oder selbst „einkassiert“, unversichertes Personal beschäftigt und, auch wenn er nicht sehr produktiv ist, er weiterhin im Markt bestehen bleibt. Dies aus der Tatsache heraus, indem er hohe Gewinnspannen ausnutzt aufgrund der Nichtbezahlung der Steuern und Beiträge.
 
2.       Die Bezahlung der Bussen aufgrund der Anstellung nicht versicherter Angestellter ist vorteilhafter im Vergleich zur Bezahlung der Versicherungsbeiträge!
 
Die förmliche Unternehmung wird im gesamten mit Steuern und Beiträgen von 43% auf dem Bruttoverdienst der Angestellten belastet. Im Gegenzug dazu, wird die Unternehmung, welche unversicherte Angestellte beschäftigt, im Durchschnitt von der Arbeitsaufsichtsbehörde einmal in 10 Jahren kontrolliert, sofern ein unversichertes Angestelltenverhältnis erkannt wird und ihr sodann eine Busse von 500 Euro für jeden unversicherten Angestellten auferlegt. D.h. die Busse entspricht dem Lohn, den Steuern und Beiträgen für einen einzigen Monat eines Angestellten. Die Autoren des Berichts erwähnen, dass das Gesetz auch die Strafe der Betriebsunterbrechung vorsieht, welche jedoch sehr selten auferlegt wird.
 
3.       Die Nicht-Deklaration des Einkommens zieht kleinere Strafen nach sich als seine Deklaration und in der Folge die Nicht-Bezahlung der entsprechenden Steuern
 

Der Steuerpflichtige, der sein gesamtes Einkommen deklariert, wird mit der Bestätigung der Steuer konfrontiert (sobald die Steuerhöhe feststeht, erhält der Steuerpflichtige eine Bestätigung der zu bezahlenden Steuern). Zur Bezahlung derselben kann er von der Bank - mit entsprechendem Zins - ein Darlehen aufnehmen. Wenn er die Steuer nicht bezahlt, wird der Steuerbetrag vom Staat zusätzlich mit einem monatlichen Zins von 1% belastet und es besteht die Gefahr, dass er strafrechtlich verfolgt wird.
 
Für den Steuerpflichtigen, der sein Einkommen nicht deklariert, ist die Wahrscheinlichkeit fast unmöglich, dass er von den Steuerbehörden entdeckt wird. Auch wenn er entdeckt werden würde, kann er mit der Steuerbehörde eine viel kleinere Busse vereinbaren als die ihm auferlegte. Gleichzeitig wird er auch nicht mehr strafrechtlich verfolgt. Er erhält sogar bei der einmaligen Bezahlung der gesamten Busse eine Reduktion von 5%.
 
4.       Das Warten auf die nächste Ratenzahlungsregelung der Steuerschulden
 
Der in seinen Verpflichtungen förmliche Steuerpflichtige bezahlt pünktlich alle ihm bestätigten Steuern. Im Gegenzug wartet der nicht förmliche Steuerpflichtige auf die nächste vorteilhafte Regelung. Sollte er wieder nicht bezahlen können, stellt er seine Zahlungen ein und wartet auf die nächste für ihn vorteilhafte Ratenzahlungsregelung, welche Rabatte auf die Zuschläge bietet.
 
5.       Es lohnt sich die Gerichte anzurufen, als nach einer Steuerkontrolle die bestätigten Steuern zu bezahlen
 
Gemäss den Autoren des Berichts ist der Steuerpflichtige, der als Steuerhinterzieher entdeckt wird, mit der Bestätigung von zusätzlichen Steuern, Bussen und Zuschlägen konfrontiert. Diese zusätzlichen Steuern kann er in bis zu 36 Raten bezahlen. Sodann, wird dies von wenigen tatsächlich gemacht. Es ist vorteilhafter einen anderen Weg zur Umgehung zu verfolgen. Sie rufen die Justiz an, wo die Anhörung ihres Falles bis zu 10 Jahre dauern kann. In den meisten Gerichtsentscheiden wird dem Steuerpflichtigen Recht zugesprochen.
 
6.       Die Fristen zur Erfüllung der Steuerpflichten werden immer wieder aufgeschoben
 
Die förmlichen Steuerpflichtigen erfüllen ihre Steuerpflichten und bezahlen ihre Steuern fristgerecht. Im Gegenzug warten viele die Erteilung der Fristerstreckung ab, welche auch meist erteilt wird, um so auch die Bezahlung der Steuern hinauszuzögern.
 
7.       Die Steuerpflichtigen empfinden, dass ihre bezahlten Steuern unwirksam sind
 
Sie werden zur Bezahlung von Steuern aufgefordert und gleichzeitig geben sie ansehnliche Summen für grundlegende staatliche Dienstleistungen aus wie Bildung, Gesundheit und öffentlichen Verkehr. In der Bildung „bluten“ die Haushalte, aufgrund von Privatstunden und in der Gesundheit sind sie gezwungen „unter dem Tisch“ zu bezahlen (das bekannte „Fakelaki“). Sie bezahlen hohe Autobahngebühren und gleichzeitig, sind die staatlichen Dienstleistungen im besten Fall sehr geringer Qualität im Vergleich zu den Steuern, welche die Steuerpflichtigen geladen sind zu bezahlen. 

Quelle: Capital.gr

Samstag, 15. Juni 2013

Dokumente zum Nachweis steuerlicher Wohnsitz – Aktuelles Rundschreiben des Finanzministeriums



Wiederum ist ein neues Rundschreiben des Finanzministeriums veröffentlicht worden, mit welchem die einzureichenden Dokumente für Personen mit Auslandwohnsitz und Einkommen in Griechenland erneut definiert werden. Dieses basiert – wie auch von uns diese Woche berichtet – auf der Vereinfachung dieses Prozederes. 


      Wir geben hier das Rundschreiben POL 1136/10.6.2013 zusammenfassend wieder (teils ist es eine Wiederholung unseres Berichtes vom 12.6.2013 der Pressemitteilung des Finanzministeriums): 
   
     1.  Personen mit Auslandwohnsitz, die ein tatsächliches Einkommen in Griechenland erzielen, haben für das Finanzjahr 2012 (Steuerjahr 2011) zusammen mit der Steuererklärung für das Finanzjahr 2013 (Steuerjahr 2012) folgende Dokumente beizulegen:

  1. Βestätigung der zuständigen Steuerbehörde, in welchem sie ihren Wohnsitz begründen, aus welcher ihr steuerlicher Wohnsitz hervorgeht, oder
  2. Kopie ihrer Steuerabrechnung,
  3. bei Fehlen einer Steuerabrechnung, Kopie der im anderen Land eingereichten Steuererklärung.
Im Falle, dass die Einreichung einer der oben genannten Dokumente resp. die Ausstellung durch die zuständige Steuerbehörde nicht möglich sein sollte, ist eine Bestätigung von irgendeiner anderen öffentlichen oder anerkannten Behörde einzureichen, aus welcher der Wohnsitz der fraglichen Person im Ausland hervorgeht. 

Das ausländische behördliche Dokument, welches im ausländischen Wohnsitzstaat ausgestellt worden ist, muss mit Apostille gemäss Haager Übereinkommen versehen sein (Art. 3 ff., Haager Übereinkommen), sofern der ausländische Staat unter das Haager Übereinkommen fällt.



Für ausländische Staaten, welche nicht unter das Haager Übereinkommen fallen sowie für diejenigen, für welche Griechenland Einwände für den Beitritt zum Übereinkommen erhoben hat und solange diese Einwände nicht aufgehoben sind, gilt die konsularische Bestätigung (Albanien/Georgien). 

Speziell Personen mit Auslandwohnsitz, welche als ausländische Personen für eine Unternehmung gemäss Bestimmungen a.n. 89/1967 (Gründung von ausländischen gewerblich-industriellen Gesellschaften in Griechenland) tätig sind, haben einzubringen:

a) Kopie des ausländischen Passes,
      b) der in der Regierungszeitung veröffentlichte Beschluss des Einschlusses der 
           Gesellschaft unter die Bestimmungen des a.n. 89/1967und 
      c) Bestätigung der Unternehmung, aus welcher das Angestelltenverhältnis der natürlichen 
          Person in der Unternehmung gemäss a.n. 89/1967 und dessen Beginn hervorgeht. 
 
2.  Im Falle der Nicht- oder verspäteten Einreichung oben genannter Dokumente, wird der Wohnsitz der natürlichen Personen als in Griechenland angenommen und diese werden für ihr weltweites Einkommen in Griechenland besteuert.


3. Die zuständige Steuerbehörde (DOY) zur Einreichung der Steuererklärung ist die DOY für Personen mit Auslandwohnsitz (Athen: Metsobou 4, 10682 Athen, Tel 210 8204652 / Thessaloniki: DOY Θ‘, Valaoritou 18, 54625 Thessaloniki, Tel. 2310 535 440). 

Wir möchten nochmals darauf hinweisen, dass Personen mit Auslandwohnsitz einen Vertreter in Griechenland zu benennen haben. Dieser kann ein Steuerberater, Buchhalter usw. sein oder auch eine Privatperson (z.B. Verwandter). Dieser Vertreter gilt für die griechischen Steuerbehörden alsdann als direkte Ansprechperson und Korrespondenzadresse.


Zum Nachlesen: Haager Übereinkommen (pdf) 

Relevante Artikel: 

- Pressemitteilung des Finanzministeriums betr. Vereinfachung des Prozesses zur Erbringung des Nachweises des steuerlichen Auslandwohnsitzes 
- "Nachweispflicht wurde vereinfacht - Neues Gesetz 4141/2013" 
- "Neuer Gesetzesentwurf- Vereinfachung der Nachweispflicht"