Mittwoch, 19. November 2014

Wir kennen nur das halbe Szenario...



Autor Ilias Siakantaris; Kathimerini

Es ist noch nicht lange her seit der Zeit, als die Haltung „Verzögern und Heuchelei“, dass alles unter Kontrolle ist, einen internationalen Fluch darstellte. Die Verurteilung des Zauderns war der Mittelpunkt in offiziellen Foren nach 2008: Führungskräfte verschiedener Länder, Präsidenten und internationale Organisationen haben sich für den notwendigen Übergang in eine neue Wirtschaftsarchitektur und gegen die Reform-Feigheit ausgesprochen, die die „Drachen“ unter dem Teppich verbirgt, welche die Krise zum Vorschein brachte. Eine Nation, und zwar die griechische, wurde auf Teufel komm raus das Beispiel zur Durchsetzung „schwieriger Lösungen“ (unabhängig, ob deren Anwendung dem Zufall überlassen wurde…). 

Verantwortliche jedwelcher Art sprachen von der durch die Krise hervorgebrachte Chance der seit langer Zeit notwendigen Veränderungen. Sie sagten, dass die Zeit der Naivität, der aufgeblasenen Zahlen und imaginären Bewertungen unwiderruflich vorbei sei. Was sie nicht erwähnten, dass ihre Position die Zeit der selektiven Statistiken einnimmt, die wiederum die Türen für oben Gesagtes öffnet.

Nach 2012 wollten sich immer mehr an das Selbstbewusstsein der Zentralbanken anlehnen. Das Bedürfnis, die Panik hinter sich zu lassen, koordinierte die Aufmerksamkeit auf die optimistischen Daten und Indizes. Erschöpft, nahmen sogar die Pessimisten die positive Analyse der Indizes an. Heute hat der gesamte Planet kein Problem, weder mit der Verzögerung noch der Heuchelei. Das Glas scheint halb voller zu sein als je zuvor. Ist es das aber auch?

Die amerikanische Beschäftigung als Indiz der Weltwirtschaft
Im Juli d.J. haben sich internationale Agenturen und Märkte in positiven Kommentaren zum Rückgang des offiziellen Prozentanteils der Arbeitslosigkeit in Amerika konkurriert. Das zuständige Arbeitsministerium der USA erklärte, dass die Arbeitsplätze im Juni um 288‘000 gestiegen sind, und damit die Vorhersagen von 215‘000 übertrafen. Jedoch gab die Nachricht unter dem Titel mehr Informationen preis: Von Mai bis Juni fanden fast 800‘000 Amerikaner einen part time Job. In der gleichen Periode jedoch, haben über eine halbe Million Angestellte ihren Job für immer verloren: Die in den letzten drei Krisen verlorenen full time Jobs konnten durch die darauffolgenden Aufschwünge nicht wieder gewonnen werden. 

Die Mitteilungen zur amerikanischen Beschäftigung sind positiv, da sie die Mobilität in der grössten Weltwirtschaft bestätigen. Sie bestätigen jedoch auch den Kurs eines nicht vorhandenen Beschäftigungsmodells, in welchem mehr als in der Hälfte der Beschäftigungszeit weniger als die Hälfte bezahlt: es deckt nicht die Lebenshaltungskosten, schafft keine Altersvorsorge, finanziert kein – auch wenn nur schwaches – Gesundheitssystem. 

Die Statistik bestätigt – wenn auch nur selektiv – dass die Beschäftigung sich ändert, aber die Gesellschaften sind nicht vorbereitet. Diese Veränderungen werden durch technologische und wirtschaftliche Faktoren verstärkt, aber auch durch die allgemeine Selbstzufriedenheit. In der Basis jedoch erhöht sich die Verzweiflung. Jeder Arbeitnehmer muss mehr Arbeitgeber oder Einnahmequellen suchen. Er muss sich mehr um seine Altersvorsorge kümmern, die Sicherheitsautomatismen gibt es nicht mehr. Die meisten Arbeitnehmer jedoch sind für ein solches Leben nicht vorbereitet, niemand hat sie ausgebildet, weder erklärt ihnen jemand, warum dies alles geschieht. 

51% der Griechen erwarten eine leichte oder erhebliche Verschlechterung der Krise
Der „Vorteil“, dass wir im Zentrum der Weltwirtschaftskrise leben, ist, dass uns fast allen die Grösse des Geschehens bewusst ist. Der Anteil der Griechen, die eine leichte oder erhebliche Verschlechterung der Wirtschaftslage erwarten beläuft sich auf 51%. Im Gesamten hat nur 1,3% der EU-Bürger diese pessimistische Einstellung, die übrigen bleiben weiterhin sorglos. 

Jedoch kennen wir Griechen nur das halbe Szenario. Wir wissen, dass die Beschäftigung schrumpft, die part time Beschäftigten steigen, der Versicherungsausgleich zusammengebrochen ist. Wir haben keine Ahnung, wie wir uns der neuen Situation anpassen. Und Schuld daran ist die „Verzögerung und Heuchelei“ und die menschliche Natur: Der internationale Rückgang der Panik hat den Druck zu wesentlichen Regulierungen verschoben – nicht nur Korrekturbewegungen, damit das System nicht zusammenbricht. Die entwickelten Volkswirtschaften schlafwandeln, unterstützend und unterstützt durch selektive Statistiken und optimistische Erzählungen. Zur gleichen Zeit aber verlieren die Gesellschaften ihre Stützen (Arbeit und Versicherung) und rutschen in ein Meer der Unsicherheiten, wie ein losgelöster Eisblock – langsam aber immer schneller werdend – ins Meer rutscht. In der nächsten Panik, wird sich vielleicht etwas verändern… 


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Samstag, 15. November 2014

Αεροφωτογραφίες ως αποδεικτικό στοιχείο για την τακτοποίηση των αυθαιρέτων

Εντός των επόμενων ημερών αναμένεται να αναρτηθούν οι αεροφωτογραφίες οι οποίες θα χρησιμοποιούνται ως αποδεικτικό στοιχείο για την τακτοποίηση των αυθαιρέτων.

Οι αεροφωτογραφίες θα αναρτηθούν είτε στο ηλεκτρονικό σύστημα για τα αυθαίρετα του Τεχνικού Επιμελητηρίου Ελλάδας είτε στην ιστοσελίδα της εταιρίας Εθνικό Κτηματολόγιο και Χαρτογράφηση (ΕΚΧΑ Α.Ε.), πρώην εταιρία του Κτηματολογίου, και θα απεικονίζουν την κατάσταση πριν την 28η Ιουλίου 2011 και την κατάσταση όπως είναι σήμερα, σύμφωνα με δημοσίευμα του "Ελεύθερου Τύπου".

Οι εν λόγω αεροφωτογραφίες θα έχουν την ισχύ δημοσίου εγγράφου και θα μπορούν να χρησιμοποιηθούν από ιδιοκτήτες αυθαιρέτων που δεν διαθέτουν επίσημα έγγραφα τα οποία αποδεικνύουν την ανέγερση του κτίσματος πριν την 28η Ιουλίου 2011, ώστε να ενταχθούν στο νόμο 4178/13 για την αντιμετώπιση της αυθαίρετης δόμησης και να νομιμοποιήσουν το ακίνητό τους.

Σύμφωνα με πηγές από το υπουργείο Περιβάλλοντος, Ενέργειας και Κλιματικής Αλλαγής, το μέτρο θα ισχύσει προκειμένου να εξυπηρετηθούν οι ιδιοκτήτες αυθαιρέτων αλλά και για να δοθεί διέξοδος στους περίπου 60.000 αυθαιρετούχους που είχαν προχωρήσει στη διαδικασία τακτοποίησης με βάση ιδιωτικά έγγραφα και υπεύθυνες δηλώσεις, όπως προβλεπόταν από τον "νόμο Παπακωνσταντίνου" για την τακτοποίηση αυθαιρέτων, ο οποίος κηρύχθηκε αντισυνταγματικός.

Κανένας ωστόσο δεν αποκλείει ότι ο νόμος θα χρησιμοποιηθεί για τον εντοπισμό και νέων αυθαιρέτων, που ανεγέρθηκαν μετά την 28η Ιουλίου 2011, ώστε να επιβληθούν οι προβλεπόμενες κυρώσεις.

Πηγή: news.gr

Luftaufnahmen als Nachweis illegal erstellter Gebäude



Innerhalb der nächsten Tage werden Luftaufnahmen veröffentlicht, die als Nachweis illegal erstellter Gebäude dienen, so dass die Eigentümer zur Regulierung schreiten können


Die Luftaufnahmen werden entweder im elektronischen System über illegale Bauten der Griechischen Ingenieurskammer (TEE) oder auf der Internetseite des Unternehmens Nationales Katasterregister und Kartierung (EKXA A.E.) veröffentlicht und zeigen die Situation vor dem 28. Juli 2011 sowie die heutige Situation auf (gemäss Veröffentlichung der Zeitung „Eleftherou Typou“). 


Die fraglichen Luftaufnahmen gelten als öffentliche Dokumente und können von den Eigentümern von illegalen Bauten, die über keine öffentliche Dokumente verfügen, welche die Erstellung dieser Bauten vor dem 28. Juli 2011 nachweisen, genutzt werden. Somit können die Eigentümer diese Aufnahmen als Nachweis einsetzen, um dem Gesetz N. 4178/2013 unterstellt zu werden und ihre Liegenschaften zu regulieren. 


Nach Quellen des Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimawechsel dient diese Massnahme zur Unterstützung der Eigentümer von illegalen Bauten, aber auch um einen Ausweg für ca. 60‘000 Eigentümer solcher Bauten zu schaffen, die mit privaten Dokumenten und eidesstattlichen Erklärungen zur Regulierung schritten, wie dies im „Gesetz Papakonstantinou“ zur Regulierung  vorgesehen war und welches Gesetz als verfassungswidrig erklärt wurde. 


Niemand schliesst jedoch aus, dass das Gesetz auch zur Ermittlung neuer nach dem 28. Juli 2011 illegal erstellter Gebäude genutzt wird, so dass die vorgesehenen Sanktionen verhängt werden können. 


Quelle: news.gr

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Mittwoch, 12. November 2014

Das Sozialversicherungssystem Griechenlands und „die stille Staatsverschuldung“



Eine vom Hamburgischen WeltWirtschaftsinstitut erarbeitete Studie charakterisiert das Versicherungssystem und die sich aus diesem ergebenden Forderungen als „stille Staatsverschuldung“

Um in den kommenden 50 Jahren die im Versicherungssystem entstehenden Defizite decken zu können, schätzen die Technokraten ein, dass der astronomische Betrag von ca. 1,08 Billionen Euro nötig ist. In heutigen Preisen entspricht dieser Betrag ungfähr dem Sechsfachen des BIP des Landes… 

Der Troika sind die enormen Probleme des Versicherungssystems bekannt und sie bezeichnet diese als eine „tickende Zeitbombe“. Zu deren Entschärfung verlangt sie mit zunehmendem Druck die Ergreifung von Massnahmen, die sich in einer ersten Phase auf die Einschränkung der vorzeitigen Verrentungen beziehen. Gleichzeitig verlangt sie, dass die für die Gewährung der Mindestrente erforderliche Versicherungszeit von derzeit 15 Jahren auf 20 Jahre erhöht wird. 

Die versicherungsmathematischen Studien betr. Überlebensfähigkeit der Versicherungskassen werden das Problem bis zu einem gewissen Grad aufzeigen. Jedoch werden sie das Bild des Versicherungssystems nicht dramatisch verändern, wie dies auch aus einer entsprechenden Studie des INE/GSEE hervorgeht. 

Den wissenschaftlichen Mitarbeitern der Gewerkschaften liegen Daten vor, die aufzeigen:

  • Das Jahr 2015 ist das letzte Jahr, in welchem sich das Grenzgleichgewicht des Versicherungssystems hält. Wenn sich die Dinge nicht verändern, beginnt ab 2016 der Zusammenbruch.
  • Die Rücklagen des Sozialversicherungssystems in Griechenland sind um 21,5 Mrd. Euro während der letzten 5 Jahre gesunken. Konkret haben die Rücklagen der Kassen, die im Jahr noch 2009 26 Mrd. Euro erreichten, im letzten Jahr die 4,5 Mrd. Euro berührt.
  • Fast 20 Mrd. Euro kostet dem System die hohe Arbeitslosigkeit, die flexiblen Beschäftigungsarten, die niedrigen Löhne und die hohe Beitragshinterziehung.
  • Mehr als 12 Mrd. Euro betragen die Schulden des öffentlichen Sektors gegenüber dem Versicherungssystems.
Während der Periode des Memorandums erreichten die Kürzungen der Haupt- und Zusatzrenten insgesamt das Niveau von 4,2 Mrd. Euro. Allein während der Zeit von 2013 bis 2014 entsprechen die Kürzungen der Hauptrenten, Zusatzrenten, Abfindungen und Sozialhilfen 43% des Gesamtbetrags der volkswirtschaftlichen Austerität, d.h. 5,5 Mrd. Euro von 11,6 Mrd. Euro. 
 
Die Forderung nach Kontrolle des Anstiegs der Rentenausgaben in Griechenland, gleichzeitig mit dem Anstieg um 70% der Rentnerbevölkerung, signalisiert die Aussicht auf einen Absturz des Niveaus der Rentenleistungen (Haupt- und Zusatzrenten, Sozialhilfen, Abfindungen usw.) und im Allgemeinen der Sozialleistungen (Senkung der öffentlichen Gesundheitsausgaben 2010 bis 2012 um 35%), als Beitrag zur Senkung der Defizite der Versicherungskassen und Beschränkung der Abweichung der öffentlichen Verschuldung im Verhältnis zum BIP. 

Es wird bereits eine signifikante Zunahme neuer Rentner verzeichnet (40‘000/Jahr bis 2009, 100‘000/Jahr nach 2010). 

Quelle: dikaiologitika.gr

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