Sonntag, 17. November 2013

Griechenland EU-Champion in der Besteuerung von Immobilien



Die wichtigste Schlussfolgerungen der Untersuchung zeigen, dass sich die Vermietung von Immobilien in Europa und v.a. im Süden Europas zu einer äusserst gefährlichen und unrentablen wirtschaftlichen Aktivität entwickelt hat. 

Griechenland ist das einzige europäsiche Land, in welchem in den letzten Jahren gleichzeitig eine jährliche Steuer auf unbeweglichem Vermögen (FAP) in der Höhe von 2% auferlegt wird, und eine Abgabe auf elektrifizierten Liegenschaften (EETA = "Xaratsi"), und eine jährliche Abgabe TAP in der Höhe von 0,025-0,035% ohne die übrigen öffentlichen Abgaben miteinzubeziehen, die von den OTA (Organisationen der autonomen lokalen Selbstverwaltungen) frei festgelegt werden. 

Das ist das Resultat der Untersuchung mit dem Thema des Eigentums und Vermietung von Immobilien in Europa, welche von Stratos Paradias, Präsident der Internationlen Vereinigung der Immobilien-Eigentümer (UIPI), in einer öffentlichen Veranstaltung des Europaparlaments präsentiert wurde. 

Gemäss der Untersuchung ist Griechenland Champion bei den Steuern zu Lasten der Immobilien-Eigentümer, wobei auch diejenigen, die Immobilien vermieten, mit zahlreichen Problemen konfrontiert sind. 

Die wichtigsten Schlussfolgerungen der Untersuchung waren, dass die Vermietung von Immobilien in Europa, und v.a. im südlichen Europa, sich aus vielen Gründen in eine äusserst gefährliche und unrentable wirtschaftliche Aktivität entwickelt hat, von welchen manche im Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise stehen, wie die Suche nach zahlungsfähigen Mietern oder interessierten Käufern, die Erhöhung der jährlichen Steuerverpflichtungen der Eigentümer, sowie auch die fortwährende Erhöhung der Voraussetzungen und Vorschriftenseitens europäischer Richtlinien und Empfehlungen. 

Bezüglich der gewerblichen Vermietungen, sieht die Gesetzgebung in Griechenland den grössten Zeitraum (16 Jahre) zum Schutz der Mieter gewerblicher Mietverträge vor, auch wenn die zwischen den Parteien vereinbarte Mietdauer im Vertrag weniger beträgt. 

Im Gegensatz dazu haben die Mieter die Verpflichtung zum Verbleib in der von ihnen gemieteten Liegenschaft nur für ein Jahr, auch wenn sie eine weitaus längere Mietdauer vereinbart haben. 
 
Der Steuersatz für die Handänderungssteuer (FMA) in Griechenland liegt bei 10% und ist die zweithöchste Europas, an erster Stelle steht Belgien (12,50%), wobei der durchschnittliche Satz bei ca. 4% liegt. 

Was den Bau anbelangt, verfügt Griechenland über ein äusserst kompliziertes und zeitraubendes Städtebauplan-System, das die Planung und Errichtung von Gebäuden besonders schwierig macht. 

Die Untersuchung zeigt auch, dass der Bereich der Vermietungen privat genutzter Liegenschaften eine kritische Rolle in der Wirtschaft spielt und die Vermieter von Liegenschaften eine Tätigkeit ausüben, die einen wichtigen Teil der europäischen Bürger beherbergt. 

Die Regierungen und die europäischen Institutionen haben die betreffenden gesetzlichen und steuerlichen Systeme sorgfältig zu gestalten, so dass die Eigentümer nicht mit übertriebenen Lasten konfrontiert werden, die den Mietmarkt daran hindern werden, seine signifikante soziale Rolle zu spielen, endet die Untersuchung. 

Quelle: voria.gr

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